Gorlebener Gebet

   

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    Die Andachten des Gorlebener Gebets finden wieder offiziell und öffentlich statt! Laut der Niedersächsischen Verordnung, gültig ab 11.5.2020, §2c,
sind Zusammenkünfte zur Religionsausübung auch im Freien zulässig. Wir müssen die geltenden Hygienemaßnahmen einhalten:
* Mund- Nasen- Schutz während der Veranstaltung
* Mindestabstand von 1,5m zu jeder anderen Person, die nicht dem eigenen Haushalt angehört.
Auf den Bänken sind Strohkissen im Mindestabstand ausgelegt.
Wer kann, möge einen Stuhl mitbringen – im Wald ist genügend Platz!

GORLEBENER GEBET

Pressemitteilung

Weihbischof Rolf Lohmann zum zehnten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima

2021-03-10T11:01:04

Bonn (ots) - Anlässlich des zehnten Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima am 11. März 2011 erklärt Weihbischof Rolf Lohmann (Münster), der in der Deutschen Bischofskonferenz für Umwelt- und Klimafragen zuständig und Vorsitzender der Arbeitsgruppe für ökologische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen ist:

"Die Reaktorkatastrophe von Fukushima hat großes menschliches Leid und gravierende Umweltschäden verursacht und ist tief in unserem Gedächtnis verankert. Der zehnte Jahrestag ist für uns Anlass, der vielen Opfer und Betroffenen zu gedenken. Er hält uns aber auch dazu an, über die durch die Katastrophe aufgeworfenen Fragen nachzudenken, die den Umgang von uns Menschen mit der Natur ganz wesentlich berühren und die wir noch längst nicht zufriedenstellend gelöst haben.

Kernenergie ist ein Fall für die Ethik, denn kaum eine andere Technologie verdeutlicht so sehr die Ambivalenz der Technik. Die von der Bundesregierung eingesetzte Ethik-Kommission Sichere Energieversorgung ist im Mai 2011 zu dem Ergebnis gekommen, dass der Ausstieg aus der Kernkraft in Deutschland 'nötig' und 'möglich' ist, 'weil es risikoärmere Alternativen gibt'. Heutzutage stimmt es sorgenvoll, dass in manchen Ländern neue Kernkraftwerke gebaut und Laufzeiten verlängert werden, um vermeintlich klimaneutrale Energie zu produzieren, obwohl nukleare Unfälle nie völlig auszuschließen sind und die Endlagerproblematik nicht gelöst ist.

Die Katastrophe von Fukushima hat der Energiewende in Deutschland einen Schub gegeben. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wurden in den vergangenen Jahren schon erhebliche Fortschritte erzielt, bis zur Klimaneutralität ist es aber noch ein weiter Weg. Wir haben uns weiter anzustrengen, um unseren Treibhausgasausstoß zu verringern. Der Ausbau erneuerbarer Energien muss noch beschleunigt werden; dies allein wird aber nicht reichen. Mehr Suffizienz, also Genügsamkeit, gehört auch dazu. Wir müssen Energie zudem noch effizienter nutzen und darüber hinaus einfallsreich sein, etwa indem wir ernsthaft die Potenziale von insbesondere grünen Wasserstofftechnologien ausschöpfen. Mögliche Konflikte bei der Flächennutzung, etwa zwischen Klima- und Naturschutzmaßnahmen, sind zwar absehbar, können aber abgemildert und entschärft werden: Der Schutz und die Wiederaufforstung von Wäldern, die intelligente, nachhaltige Bearbeitung von Böden und die Renaturierung von ehemaligen Mooren sind Beispiele, wie sowohl die Artenvielfalt als auch die natürlichen Kohlenstoffsenken in unseren heimischen Gefilden gestärkt werden können. Das Thema Energie bleibt in den nächsten Jahren von zentraler Bedeutung. Es gilt, klug vorzugehen und auch in Zukunft unter Beteiligung aller gesellschaftlichen Akteure zusammenzuarbeiten - national, europäisch und global. Natürlich brauchen wir weiterhin Versorgungssicherheit und bezahlbaren Strom. Die deutschen Bischöfe haben sich in den Jahren nach der Reaktorkatastrophe mit den Verlautbarungen Der Schöpfung verpflichtet und Empfehlungen zur Energiewende zu Wort gemeldet und unter anderem dargelegt, dass die Energiefrage auch eine Gerechtigkeitsfrage ist, bei der Belastungen fair zu verteilen sind, ohne die grundlegenden Ziele zu vernachlässigen.

Ein aus christlicher Sicht sehr bedeutsamer Baustein der Energiewende ist, maßvoll zu konsumieren und Lebensstile einzuüben, die mit weniger Energie- und Ressourcenverbrauch auskommen. Die Kirche kann hier eine Vorbildfunktion einnehmen. Das Ziel ist klar: Wir wollen als Gesellschaft nachhaltig leben und wirtschaften, um Gottes gute Schöpfung zu bewahren.

Der Druck und die Ambitionen in Politik und in Unternehmen, in der Zivilgesellschaft und im Privaten, aber auch in unserer Kirche dürfen nicht nachlassen. Fukushima bleibt eine Mahnung. Warten wir nicht auf neue Katastrophen, um die nötigen Schritte zum Wohl unseres gemeinsamen Hauses zu gehen!" 

Protokoll der Jahresversammlung am 25.10.2020
Teilnehmer: 12 Personen (Namen im Archiv)

Christa Kuhl begann die Sitzung mit einem Rückblick auf das Jahr 1919.
Zum 30Jährigen Bestehen des GG hielt Franz Alt einen Vortrag während des Gorleben-Tages der KLP
Etwa 400 Personen hörten zu.
An Stelle einer Festschrift zum 30-jährigen Bestehen besorgten Bettina und Raimund etwa 100 Gorleben-Schals mit dem Logo des GG, die auch erworben werden konnten.
Zum Gedenktag gab es ein großes Medien-Echo in Rundfunk, Fernsehen, Printmedien.
Einige der Andachten im Laufe des Jahres wurden von Menschen vorbereitet, die zu den Gründern des GG gehören.
Verschiedene Gruppen und Initiativen besuchten das GG. U.a. besuchten Bürgerinnen aus Waddekath (potentieller Endlagerstandort) das GG.

Neues Liederbuch: Seit Herbst in Arbeit durch Astrid, Brigitte, Veronika, Bettina, Christa und Hans-Dieter. Bettina hat die Lieder druckreif vorbereitet. Das Liederbuch ist auch auf der Homepage einsehbar. Neue Mappen gab es ab 10.Mai 20.
Andere Neuerungen:
Ein Wege-Schild in Holz steht jetzt neben dem Beluga-Schiff, gestaltet von Fin Kuhl, mit einem Plastikbehälter für Programme und Info-Flyer
In der Samstagsausgabe werden jetzt die Termine der Andachten mit dem jeweiligen Thema in der Samstagsausgabe der EJZ veröffentlicht (durch Astrid und Veronika)
In der Mitte des Gebetsplatzes liegt jetzt ein runder Holzklotz, wartet auf weitere Gestaltung
Weitere Planungen: Neue Sitzkissen, Schmuck.

Wegen der Corona-Pause gab es Mitte März bis Mitte Mai keine „offiziellen“ Andachten. Es nutzten aber sonntags immer ein paar Personen den Ort für stille Gebete oder Meditation oder Gespräche.
Seit Wiederbeginn der Andachten werden die entsprechenden Corona-Regeln beachtet. Die Beteiligung ist sehr gut. Pfingsten waren es mehr als 70 Besucher.
Durchschnittsbesuch im Sommer 2020 Mai bis September: 25 Personen

im Winter 19/20 : 18 Personen
Taufgottesdienst am 4.10. mit 80 Personen !

Am 27.9. gab Hans-Dieter noch ein Interview für den DLF, mit der Befürchtung, Gorleben werde „drin“ bleiben.
Am 28.9. dann die Meldung, dass Gorleben nicht mehr zu den angesagten Standorten gehört, Gorleben ist „raus“!

Dazu ein TAZ-Interview mit Christa .
Die Antwort auf die Frage, welche Aufgabe jetzt das GG hat, gibt Elisabeth im Begleittext zur Gebetsliste 20/21

Es gab viel Glückwünsche, Fragen und Grüße von Freunden des GG.
Werner Mayknechts Kommentar: „Das GG ist doch ein goldener Mosaikstein im kirchlichen Leben.“

Weitere Neuigkeit:
Veronika Hüning ist bereit, sich mit der Koordination vertraut zu machen. Christa hat die Aufgabe 2005 übernommen und gibt sie jetzt gerne an Veronika ab. Die Übergabe „wird gleitend vollzogen“, im nächsten Programm wird Veronika als Ansprechpartnerin aufgeführt.

Veronika stellte sich den Anwesenden vor.

Danach gab es den Kassenbericht durch Bertold Sturm. Der wird hier im Internet nicht veröffentlicht. Insgesamt war der Kassenbestand am 31.12.19 : 2.295,02 €, das sind etwa 240 € mehr als am 1.1.1019
Den genauen Bericht kann man im Archiv einsehen. Herzlichen DAnk ausgesprochen an Bertold  Sturm für die genaue Arbeit!

(Protokoll: Dieter Reckers)


 


 

Am 27.9. gab Hans-Dieter noch ein Interview für den DLF, mit der Befürchtung, Gorleben werde „drin“ bleiben.
Am 28.9. dann die Meldung, dass Gorleben nicht mehr zu den angesagten Standorten gehört, Gorleben ist „raus“!

Dazu ein TAZ-Interview mit Christa .
Die Antwort auf die Frage, welche Aufgabe jetzt das GG hat, gibt Elisabeth im Begleittext zur Gebetsliste 20/21

Es gab viel Glückwünsche, Fragen und Grüße von Freunden des GG.
Werner Mayknechts Kommentar: „Das GG ist doch ein goldener Mosaikstein im kirchlichen Leben.“

Weitere Neuigkeit:
Veronika Hüning ist bereit, sich mit der Koordination vertraut zu machen. Christa hat die Aufgabe 2005 übernommen und gibt sie jetzt gerne an Veronika ab. Die Übergabe „wird gleitend vollzogen“, im nächsten Programm wird Veronika als Ansprechpartnerin aufgeführt.

Veronika stellte sich den Anwesenden vor.

Danach gab es den Kassenbericht durch Bertold Sturm. Der wird hier im Internet nicht veröffentlicht. Insgesamt war der Kassenbestand am 31.12.19 : 2.295,02 €, das sind etwa 240 € mehr als am 1.1.1019
Den genauen Bericht kann man im Archiv einsehen.


 

Protokoll: Dieter Reckers


 

 

 

Ein Brief von Stella Tamang,  Kathmandu, Nepal

Liebe Christa und alle Mitstreiter*innen und Freund*innen des Gorleben-Gebets!

Wow! Das Gorleben-Gebet feiert die 31-jährige Marathonreise eines gewaltfreien Anti-Atom-Widerstands! Was für eine mitfühlende (bewegte), konsequente und engagierte Gemeinschaft! Ich möchte alle hier Anwesenden aufrichtig zum Gebet „von starken Menschen an einem mächtigen Ort mit kraftvoller Botschaft" begrüßen.

Ich fühle mich so sehr geehrt und gesegnet, dass ich in den letzten 25 Jahren mindestens einmal im Jahr mit meinen internationalen Co-Trainer*innen, Teilnehmenden und Mitarbeitenden des „Internationalen Trainings: Gewaltfreiheit im Kontext von Krieg und bewaffneten Konflikt“ an dieser edlen Gebetsreise teilnehmen durfte. Vielen Dank, dass ihr uns angenommen und euch mit uns verbunden habt. Das Gorleben-Gebet beseelt unser Training; unsere Teilnehmenden sehen, fühlen und lernen die wahre Bedeutung von gewaltfreiem Widerstand, indem sie am Gebet teilnehmen, sich mit euch treffen und euren Geschichten zuhören! Vielen Dank!

Ich habe mich darauf gefreut, an dieser Feier teilzunehmen, ABER die gegenwärtige Corona-Pandemie hat mich daran gehindert, physisch hier zu sein. Aber sie kann mich nicht daran hindern, mit meinem Herzen und meiner Seele anwesend zu sein! Also bin ich bei euch!

COVID-19 verbreitet sich auch in ganz Nepal und verschärft sich. Ich bin seit mehr als 70 Tagen eingesperrt. COVID-19 in einem Land wie dem unseren, in dem eine große Anzahl von Menschen arm, unschuldig und einfach ist, ist schrecklich. Viele unserer Leute sind sich nicht bewusst und können sich nicht vorstellen, wie schrecklich und tödlich dieser Virus ist. Für sie bedeutet der Lockdown eine Wahl von "Rog ki Bhog", was auf Nepali "Krankheit oder Hunger" heißt. Sie sagen: "Besser an einer Krankheit sterben als an Hunger". Keine Eltern können zusehen, wie ihre Kinder verhungern.

Für mich scheint COVID-19 ein Aufruf zur Veränderung zu sein: Ein Aufruf, diese globale menschliche Krise zu beenden, die weit über die Pandemie hinausgeht und Armut, Ungleichheit, Diskriminierung und Ungerechtigkeit bedeutet.

Mit all den Schmerzen und tödlichen Verlusten, die wir durch die Pandemie erleiden, sehe ich in der Krise auch die Möglichkeit, die Strukturen unserer Gesellschaft, unseren Lebensstil und unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, die Beziehungen zwischen den lebenden und nicht lebenden Wesen auf dieser der Welt und dem Planeten zu reflektieren und zu überdenken. Ich sehe die Suche nach Transformation für eine bessere Welt für uns alle.

Diese Pandemie erfordert auch, dass wir Menschen zusammenkommen müssen. Erstaunlicherweise hat die Corona-Pandemie die Vernetzung unserer menschlichen Gemeinschaften deutlich zutage getragen und uns gezwungen, die Notwendigkeit zu erkennen, unsere verwundete Menschheit und geschädigte Umwelt gemeinsam zu heilen. Dies können wir erreichen, indem wir einfühlsam und respektvoll miteinander umgehen und gleichzeitig das Zusammenleben fördern, nicht nur unter uns Menschen, sondern auch mit der Natur und allem fühlendem Leben. Dies sind die Werte und Eigenschaften, die ich mit euch gemeinsam erlebt habe, wenn ich mich euch beim Gebet angeschlossen habe.

Es gibt viele mitfühlende und verantwortungsbewusste Menschen weltweit, einzeln oder gemeinsam, formell oder informell, groß oder klein, die seit Jahrzehnten den Grundstein legen und „eine ausgeglichene und respektvolle Welt aufbauen, in welche die Menschen zusammen mit allen lebenden und nicht lebenden Wesen würdevoll koexistieren können ". Das Gorleben-Gebet ist einer dieser spirituellen und gewaltfreien Kämpfe, um den Missbrauch an der Natur durch uns Menschen zu beenden. Euer Gebet ist ein Beweis dafür, dass es Gruppen mitfühlender Menschen gibt, die unaufhörlich und konsequent für das Wohlbefinden aller beten, und deren Ruf die große Anzahl von marginalisierten und diskriminierten Gruppen in diesem System einschließt.

Mögen die Verdienste, die ihr mit dem Gebet angesammelt habt, allen fühlenden Wesen zugute kommen!


Im Archiv sind die Themen, Stichworte und Inhalte der Andachten zu lesen, die
wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht unter den Kreuzen  stattfinden konnten.